Monorail |
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Im Folgenden finden Sie die Anleitung zum Plug-in Monorail.
Inhalt des Kapitels
1.3 Einordnung in die Gesamtsoftware
1.3.2 Verknüpfungen zu anderen Plug-ins
Bei der Aufnahme der technischen Daten einer Elektrohängebahn z.B. für planerische Aufgabenstellungen oder Simulationsstudien, ist es oft sehr hilfreich, schnell und einfach, statische Berechnungen
von typischen Leistungskennzahlen anhand der vorgegebenen technischen Daten ermitteln zu können. Das Plug-in Monorail stellt hierzu eine Vielzahl von statischen Berechnungen und eine grafische Darstellung zur Verfügung.
Das Plug-in Monorail bietet die Möglichkeit der statischen Berechnung und graphischen Darstellung von Leistungskennzahlen einer Elektrohängebahn (EHB).
Monorail ist als Plug-in in SimAssist eingebunden.
Dem modularen Grundgedanken entsprechend steht die volle Funktionalität des SimAssist-Hauptmenüs zur Verfügung und es können beispielsweise mehrere Instanzen des Plug-ins angelegt werden oder das Projekt gespeichert
und zu einem späteren Zeitpunkt wieder geöffnet werden. Auch eine Anbindung an die Powerpoint- und die Reporting-Schnittstelle zur Dokumentation ist vorhanden.
1.3 Einordnung in die Gesamtsoftware
Das Plug-in Monorail ist Bestandteil des Moduls 2calculate, das darüber hinaus noch die Plug-ins Sorter und RBG enthält.
Monorail steht Ihnen demnach zur Verfügung, wenn sie das Modul 2calculate für SimAssist lizenziert haben.
1.3.2 Verknüpfungen zu anderen Plug-ins
Das Plug-in Monorail bietet eine Verknüpfung zu den Plug-ins Powerpoint und Reporting. So können die Ergebnisse der Berechnung aus dem Monorail-Plug-in in eine Präsentation oder in einen Report überführt werden.

Abbildung 1 - Monorail Übersicht
Der Aufbau des Plug-ins Monorail ist in 2 Bereiche gegliedert (siehe Abbildung 1). Im oberen Bereich befindet sich das Menü mit der Möglichkeit, das Diagramm zu exportieren.
Darunter befindet sich der Kennzahlenbereich, welcher in fünf Abschnitte untergliedert ist, welche im Folgenden erklärt werden.
•EHB
•Weiche
•Strecke
•Blockstrecke
•Bewegungsdiagramm
Im Folgenden werden die einzelnen Bereiche von Monorail näher erläutert.
Für die EHB gibt es die nachfolgenden 2 Bereiche
Daten EHB:
In die hier vorhandenen Felder können die Daten, welche die EHB beschreiben, eingegeben werden.

Abbildung 2 - Daten EHB
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Fahrzeuglänge |
Die Länge eines Fahrzeugs (Meter) |
> 0 m |
Abstand fahrend |
Der Abstand zwischen dem Bug des ersten Fahrzeug und dem Bug des zweiten Fahrzeug im fahrenden Zustand (Meter) |
> 0 m |
Abstand stehend |
Der Abstand zwischen dem Bug des ersten Fahrzeug und dem Bug des zweiten Fahrzeug im stehenden Zustand (Meter) |
> 0 m |
Geschwindigkeit maximal |
Die maximale Geschwindigkeit, die ein Fahrzeug aufnehmen kann (Meter/Sekunde) |
> 0 m/s |
Geschwindigkeit reduziert. |
Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs in einem reduzierten Bereich (Meter/Sekunde) |
> 0 m/s |
Beschleunigung |
Der Wert, mit dem das Fahrzeug beschleunigt (Meter/Sekunde²) |
> 0 m/s² |
Abbremsung |
Der Wert, mit dem das Fahrzeug abbremst (Meter/Sekunde²) |
> 0 m/s² |
Beladezeit |
Die Zeit, die benötigt wird um das Fahrzeug zu beladen (Sekunden) |
> 0 s |
Entladezeit |
Die Zeit die benötigt wird um das Fahrzeug zu entladen (Sekunden) |
> 0 s |
Verschleißzeit |
Die Zeit, die nach der Beladung benötigt wird (Sekunden) |
0 |
Leistung EHB:
Hier kann die Beladungsrate eingestellt und der errechnete Durchsatz der EHB eingesehen werden.

Abbildung 3 - Leistung EHB
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Beladungsrate |
Gibt an wie viele Fahrzeuge prozentual von allen Fahrzeuge beladen werden |
jedes 10te |
Hinweis:
Der Durchsatz gibt an, wie viele Fahrzeuge sich unter optimalen Bedingungen an einem Punkt vorbei bewegen (entspricht der Anzahl beladener Fahrzeuge plus der Anzahl nicht beladener Fahrzeuge).
Es wird angenommen, dass immer ausreichend Fahrzeuge nachrücken, sodass keine Wartezeiten entstehen. Auf die Berechnung haben die Felder der Gruppe Daten EHB sowie die Beladungsrate Einfluss.
Für die Berechnung wird die Zeit für einen Durchlauf ermittelt, der aus x unbeladenen Fahrzeugen und einem beladenen Fahrzeug besteht. Anschließend wird die Anzahl der Durchläufe in einer Stunde berechnet.
Bei der Ermittlung der Zeit für eine Beladung muss zusätzlich berücksichtigt werden, ob das Fahrzeug auf seiner Fahrt bis zum Beladepunkt zwischen Beschleunigung und Bremsen die Maximalgeschwindigkeit erreicht, da dadurch die Gesamtzeit beeinflusst wird.
Hier werden die Ergebnisse aus der Berechnung der Eingabedaten angezeigt.
Es wird von optimalen Bedingungen ausgegangen (z.B. immer ausreichend nachrückende Fahrzeuge vorhanden, keine Staus etc.).
Daten Weiche:
Hier können die Daten der Weiche eingegeben werden.
Um die Leistung einer Weiche unter optimalen Bedingungen zu berechnen, werden diese Daten erhoben.

Abbildung 4 - Daten Weiche
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Schaltzeit |
Zeit, die benötigt wird um die Weiche zu stellen (Sekunden) |
> 0 s |
Blockstrecke |
Die Strecke durch die Weiche, die die Fahrzeuge zurück legen müssen. |
> 0 m |
Hinweis:
Die Blockstrecke der Weiche wird von den Fahrzeugen als Verbund durchquert. Auf dieser Strecke können also mehrere Fahrzeuge gleichzeitig fahren.
Leistung Weiche:
Hier kann das Mischverhältnis eingestellt und der Durchsatz der Weiche eingesehen werden.

Abbildung 5 - Leistung Weiche
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Mischverhältnis |
Gibt an wie viele Fahrzeuge die Weiche durchfahren, bis diese umgestellt wird. |
1 : 1 |
Hinweis:
Um den Durchsatz einer Weiche zu berechnen, werden Daten EHB sowie Daten Weiche benötigt. Hierbei wird zunächst die Zeit für einen Durchlauf ermittelt und anschließend die Durchläufe in einer Stunde.
Durch das Mischverhältnis, das angibt wie viele Fahrzeuge pro Zyklus passieren, lässt sich der Gesamtdurchsatz pro Stunde berechnen.
Die erste und zweite Zahl des Mischverhältnisses geben die Richtungsanteile an, d.h. Anzahl der Fahrzeuge, die durch die Weiche fahren bis diese umschaltet.
Ist die Zahl größer als 1 fahren die Fahrzeuge nicht einzeln durch die Blockstrecke der Weiche sondern pulkweise.
Bei dieser Fahrt als Verbund bzw. bei der Ermittlung der Zeit ist zu berücksichtigen, dass die Fahrzeuge ihren Anfahrtszeitpunkt so wählen, dass sie den Fahrabstand erreichen, sobald sie auch die Maximalgeschwindigkeit erreicht haben.
Daten Strecke:
Hier können die Daten der Strecke eingeben werden. Es wird unterschieden zwischen Streckenabschnitten mit maximaler und mit reduzierter Geschwindigkeit.

Abbildung 6 - Daten Strecke
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Streckenlänge (maximale Geschw.) |
Gesamtlänge der Strecke auf der mit maximaler Geschwindigkeit gefahren werden kann (Meter) |
> 0 m |
Streckenlänge (reduzierte Geschw.) |
Gesamtlänge der Strecke, auf der mit reduzierter Geschwindigkeit gefahren werden kann (Meter) |
0 m |
Reduzierte Streckenbereiche |
Gibt an wie viele Bereiche sich auf der Strecke befinden durch die nur mit reduzierter Geschwindigkeit gefahren werden kann. |
0 |
Leistung Strecke:
Hier kann die Anzahl der Be- und Entladungen eingestellt und die Umlaufzeit der Strecke eingesehen werden.

Abbildung 7 - Leistung Strecke
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Anzahl Beladungen |
Gibt an wie oft bei einem Durchlauf beladen wird |
0 |
Anzahl Entladungen |
Gibt an wie oft bei einem Durchlauf entladen wird |
0 |
Hinweis:
Für die Berechnung der Umlaufzeit spielt nicht nur die Gruppe Daten EHB eine Rolle, sondern auch Daten Strecke und die Felder Anzahl Beladungen und Anzahl Entladungen.
Für den Be- und Entladevorgänge müssen zusätzlich zu Beladezeit und Entladezeit auch die Zeiten berücksichtigt werden, die für das Bremsen und die Beschleunigung benötigt werden.
Des Weiteren können sich auf der Strecke Bereiche befinden in denen sich die Fahrzeuge nur mit reduzierter Geschwindigkeit bewegen dürfen.
Hierbei ist beim Übergang der Streckenbereiche zu beachten, dass der Beschleunigungsvorgang immer im Bereich der maximalen Geschwindigkeit erfolgt, während der Abbremsvorgang stets im Bereich mit reduzierter Geschwindigkeit stattfindet.

Abbildung 8 - Blockstrecke
Name |
Beschreibung |
Min-Wert |
Blockstrecke |
Die Strecke verfügt über eine max. Kapazität von 1 |
> 0 m |
Hinweis:
Auf dieser Blockstrecke kann immer nur 1 Fahrzeug fahren. Die nachfolgenden Fahrzeuge müssen warten, bis die Strecke wieder frei ist.
Bei dem Durchsatz der Blockstrecke ist die Gruppierung Daten EHB relevant sowie das Feld Blockstrecke.
Die Besonderheit der Blockstrecke liegt darin, dass sie von den Fahrzeugen nicht als Verbund durchquert werden kann (max. Kapazität des Bereiches liegt bei einem Fahrzeug).
Deshalb muss bei der Berechnung für jede Durchfahrtsdauer auch eine Beschleunigungsdauer mit eingerechnet werden.
Hier werden die Ergebnisse der Berechnung grafisch Dargestellt.

Abbildung 9 - Grafische Darstellung der Daten
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